Meine Leitgedanken – Beruf

Mein Leitbild als Lehrerin

Ich wollte schon immer Lehrerin werden und zwar so sehr, dass sich sogar meine Oma noch daran erinnern konnte, dass ich das schon als Kindergartenkind wollte. Ich habe eine große Schwester, die damals schon ein Schulkind war. Immer wenn meine Mama uns vom Kindergarten und aus der Schule abgeholt hat, rutschte ich auf meinem Autositz ein Stück nach vorn, damit es als aussah, als hätte ich auch wie meine große Schwester einen Schulranzen hinter mir. Dieser Wunsch ist meiner frühen Jugend zwar mal eine Zeit lang verblasst, ich wollte dann Kinderpsychologin werden, aber verschwunden ist er nie.

Ich habe wahnsinnige Freude am Lernen und liebe es in der Vermittlung von Inhalten neue Wege zu gehen. Schule ist für mich ein Werkzeug zur Chancenerföffnung. ⠀

  • Die Chance seinen Lebensweg eigenständig zu wählen. ⠀
  • Die Chance seine Stärken und Interessen zu entdecken. ⠀
  • Die Chance seine sozialen Kompetenzen und personalen Ressourcen zu stärken. ⠀
  • Die Chance Fehler machen zu dürfen und weniger Angst vor ihn zu haben, weil sie zum Lernen und Leben dazugehören. ⠀

Auf diesem Entwicklungsprozess möchte ich Schüler gerne begleiten und sie darin stärken ihre Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ich liebe es immer wieder auf‘s neue von meinen Schülern mit ihrer Macht zur Entwicklung, ihrer Initiative und Kreativität überrascht zu werden, egal ob in Konflikten, bei einem Referat oder in Bezug auf Leistungssteigerungen und Lernbereitschaft. ⠀

Mein Erfolg ist der Erfolg meiner Schüler. 💫

beziehungsweise_schule

Ich erlebe meinen Job daher immer wieder als erfüllend, herausfordernd, sinnstiftend und abwechslungsreich. Ich liebe meine Fächer Mathematik, Pädagogik und Kunst ebenso wie meine Schüler. Ich freue mich jeden Tag auf’s Neue auf meine Klasse 7d und meine Oberstufenkurse. ⠀

Meine Fächer

Nicht selten sehe ich mich schon fast erschrockenen Gesichtern gegenüber, wenn ich meine Fächerkombination nenne. „Wie passt denn das zusammen?“, schallt es mir meistens entgegen. Doch für mich gibt es keine stimmigere Kombination:

Die Mathematik und Erziehungswissenschaft halten beide theoretische Modelle für uns bereit, mit denen wir die Wirklichkeit erfassen und genauer verstehen können. Die Ergebnisse werden dazu genutzt um Herausforderungen und Probleme lösen.

In der Mathematik stehen dabei funktionales und geometrisches Verständnis, Variablen und visuelle Darstellungen im Mittelpunkt. Bei der Erziehungswissenschaft hingegen machen der Mensch selbst und die Unterstützung seiner „Menschwerdung“ den Kern der Arbeit aus. In beiden Fällen kann die Wirklichkeit immer nur stark vereinfacht betrachtet werden, da sie einfach zu komplex und vielschichtig ist.

Anders hingegen im Fach Kunst. Hier kann man mit seinem Projekt ein Stück Wirklichkeit erschaffen und auch wenn Erziehungswissenschaft viele selbstreflektierende Momente hat, so tritt man im Fach Kunst doch auf einer ganz anderen Ebene mit sich selbst in Kontakt. Immer wieder bin ich begeistert, welche persönliche Note meine Schüler ihren Kunstprojekten verleihen und damit ihrem Selbst eine ganz eigene Ausdrucksform verleihen können. Meine Schüler hingegen sind immer wieder überrascht wie viel Mathematik in der Kunst steckt und nicht selten erlebe ich sie hier den mathematischen Inhalten gegenüber viel offener.

Fazit

Der Lehrerberuf ist für mich der beste Beruf, den ich mir nur wünschen kann 💙.