Meine Leitgedanken – Bullet Journal

Mein Bullet Journal, kurz BuJo, ist für mich weniger ein Werkzeug, um meine Termine und ToDos zu sortieren, als vielmehr ein Begleiter für mein inneres Wachstum und Mittel zur Entspannung, Entschleunigung und Erfüllung. Perfekt geletterte Buchstaben und grazile Zeichnungen, die von Picasso stammen könnten, werdet ihr hier nicht finden. Denn für mich ist nicht ein perfekt ausschauendes Ergebnis das Ziel, sondern eines, das für mich funktioniert und mit dem ich zufrieden bin.

„Perfektion ist der Feind des Erfolgs: Sie hindert uns daran, uns auf das WESENTLICHE zu konzentrieren“

Tony Crabbe

Den Blick nach innen richten

In der heutigen Zeit bewerten wir Menschen stets danach was sie tun – und ja, das tue ich natürlich auch. Einer der ersten Fragen beim Kennenlernen ist: „Und was machst du?“ Wäre es nicht mal erfrischend zu fragen: „Und wer bist du?“. Ich habe es selbst noch nie gemacht, vielleicht probiere ich es beim nächsten Mal einfach aus.

Eine Antwort auf die Frage: „Wer bist du?“, setzt natürlich voraus, dass man sich selber damit auseinandergesetzt hat, wer man eigentlich ist, was die eigenen Werte im Leben sind und wie man diese im täglichen Handeln umsetzt.

Im Alltag sind wir jedoch häufig so beschäftigt, dass uns keine Zeit bleibt, um die wichtigen Dinge zu beeinflussen. Die Dinge, die uns wirklich näher an unserer Ziele bringen. Wir verwechseln „Busyness“ mit Produktivität. Genau hier setze ich mit der Arbeit in meinem BuJo an, um mich auf meine Werte zu fokussieren, mir Ziele zu setzten und an ihnen zu arbeiten, mich zu stärken oder auch die schönen Momente und gewonnen Erkenntnisse eines Tages einzufangen.

Das ganze Gehirn nutzen

Mein Bullet Journal ist dabei für mich das perfekte Instrument, um die Power meines ganzen Gehirns zu nutzen. In unserer heutigen Zeit wird eher die analytische und logisch denkende, linke Gehirnhälfte genutzt. Doch durch die kreative Arbeit im BuJo wird zusätzlich die rechte Gehirnhälfte aktiviert und kann ihre intuitiven Anteile einbringen. So kann der rege Austausch beider Gehirnhälften auch im Alltag ein Gewinn werden. Man kann zunächst erspüren, was eine Situation erfordert, und eine angemessene Entscheidung fällen, um eine entsprechende Handlung folgen zu lassen (vgl. S. Covey, 2018)

Das Positive fokussieren

Meine Arbeit mit dem BuJo wächst seit fünf Jahren. Angefangen hat alles mit einer HandyApp, mit der ich jeden Tag einfach drei schöne Momente des Tages festgehalten habe. Online bin ich dann vor ein paar Jahren auf einen Coachingkalender aufmerksam geworden. Mit diesem habe ich mein Positivtagebuch fortgesetzt und mir die grundsätzliche Planung und Reflexion von Wochen, Monaten und Jahren angeeignet. Schließlich wurde mir das Raster zu eng und ein eigenes BuJo musste her, um Platz zur freien Gestaltung, positive Affirmationen für den Tag oder einen bunten Monatsrückblick mit Fotos zu haben. Dabei lege ich stets den Fokus auf das Positive und die eigene Weiterentwicklung, falls etwas mal nicht so gut lief.